Ohne es explizit zu planen, haben Matthias Kramer und Marc Schlegel beim Aufbau ihres Frankfurter Startups "Lizza" nach den Lean-Grundsätzen gehandelt und mit ihrem Erfolg Recht behalten. Den Weg, den die beiden ehemaligen Banker seit der ersten Idee für ein gemeinsames Startup gegangen sind, beschrieben sie beim gestrigen Meetup des Lean Startup Circles Rhein-Main in unserem Büro im Frankfurter Ostend. 

Die Geschichte, die Matthias Kramer und Marc Schlegel erzählen, ist selbst für die beiden Gründer kaum zu glauben. Zwei junge Männer - die Köpfe voll mit kreativen Ideen - lernen sich kennen, während sie beide für die Deutsche Bank arbeiten. Sie glauben, dass es im Leben mehr geben muss, als einen sicheren Job, mit dem sich der Lebensunterhalt verdienen lässt und schmieden Monate später den Plan, alles auf Risiko zu setzen. Den Plan, über ein Startup ein Produkt auf den Markt bringen, das die Menschen bewegt und zusammenbringt, eine Dating-App sollte es werden. Eine die mehr kann als Tinder und Co. Und dann kam einfach alles ganz anders. 

IMG 0886

Wenn Schlegel und Kramer diese Geschichte erzählen, sorgen sie immer wieder für Lacher - auch unter den Teilnehmern des Lean Startup Circle Meetups, das am gestrigen Dienstag zum wiederholten Mal im byte5-Büro stattfand. An den Grundsätzen des Lean-Prinzips hatten sich die beiden Gründer nach eigenen Aussagen nie orientiert und dennoch erstaunlich viel umgesetzt, was Lean-Experten Gründern raten würden. Und in der Flexibilität ihres Startups und dem Talent, sich immer wieder nach Kundenwünschen umzuorientieren, den Schlüssel zum Erfolg gefunden.  

Ein Leitsatz, den Kramer und Schlegel schon ganz am Anfang gelernt haben: "Wenn du ein Problem hast, mach ne Party draus". So luden die beiden zu Beginn ihrer beruflichen Reise im Frühjahr 2015 Freunde nach Hause ein, stellten neben der ursprünglich geplanten Dating-App auch noch rund 30 andere Startup-Ideen vor. Einfach mal diskutieren und Feedback sammeln, das war der eigentliche Plan. Zu essen gab es an diesem Abend Kramers berühmte Leinsamen-Pizza, die der damals 30-Jährige, der sich seit einer Sportverletzung vor vielen Jahren nach Low-Carb-Richtlinien ernährt, schon an gefühlt hundert Abenden aufgetischt hatte. "Macht doch was aus dem Rezept!" hieß es immer wieder. Bis zum nächsten Morgen war dieser Rat für Schlegel und Kramer mehr Störfaktor, der sie davon abhielt, ihren Freunden andere Ideen zu pitchen. Am nächsten Morgen sah jedoch alles ganz anders und die vermeintliche Schnapsidee gar nicht mehr so unrealistisch aus. 

IMG 0897

Es folgte die Bilderbuch-Startupgeschichte, die die beiden Junggründer inzwischen schon unzählige Male für Presse, Fernsehen und Radio erzählt haben. Sie kauften einen Foodtruck, bewarben ihre neue Low-Carb-Pizza auf diversen Events im Rhein-Main-Gebiet. Nach einigen Monaten kamen die Kunden hauptsächlich für den Teig vorbei, den sie zu Hause am liebsten direkt selbst belegen wollten. Dessen Rezeptur wurde seither stetig verbessert und professionalisiert, denn die Gastrobranche mussten die innovativen Gründer erstmal eine Zeit lang kennenlernen. Mit dem Produkt wagten die beiden im Winter eines finanziell schlechten ersten Jahres einen Beta-Test, schickten 1200 verpackte Teige an freiwillige Tester, die sich auf einen Online-Aufruf gemeldet hatten. Und wurden mit Lob überschüttet. Spontan folgte dann die Bewerbung im TV-Format "Höhle der Löwen" und die kaum ein Jahr alte Lizza stellte im Herbst 2016 den Sendungsrekord mit 23 000 Bestellungen nach der Ausstrahlung auf. 

Dass sie dabei immer lean und flexibel gedacht haben, sorgte dafür, dass Lizza von extremen Situationen wie dieser nicht aus der Bahn geworfen wurde und bis heute Erfolg, Produktion, Team und Umsatz vergrößert. 

IMG 0987

Warum es uns wichtig ist, Erfolgsgeschichten wie die von Matthias und Marc weiterzuerzählen? Auch wir bei byte5 sind vom Lean-Ansatz überzeugt und haben über die Jahre immer wieder gemerkt, dass es auch im Fall von Webprojekten wichtig ist, flexibel und kreativ zu denken und zu arbeiten. Mit den Lean Web Tactics wollen wir genau das für unsere Kunden erreichen. Damit ihr Webprojekt am Ende zumindest ähnlich erfolgreich ist wie die Gründerstory von Lizza - auch wenn sie sich das Endprodukt am Ende nicht mit Tomatensoße und einer dicken Käseschicht überbacken schmecken lassen können. 

Mehr dazu lesen Sie auf der Seite zu Lean Web Tactics.

 

Zurück