Meine zweite Praktikumswoche bei byte5 begann wie die erste: mit einer warmen Schokomilch aus dem Kaffeeautomaten. Danach machte ich mich direkt ans Werk. Übers Wochenende hatte ich mich gedanklich mit dem Content-Management-System (CMS) Umbraco und dem beschäftigt, was ich in meiner ersten Woche gelernt hatte. Jetzt freute ich mich umso mehr darauf, tiefer in die Materie einzusteigen und Umbraco nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch einzusetzen. Wenn ihr meinen Blogpost von letzter Woche verpasst habt, könnt ihr ihn hier noch schnell nachlesen.

Meine erste Wochenaufgabe

Sörens Aufgabe, mir erste Gedanken zu machen, wie ich ein spezielles Banner technisch umsetzen könnte, fand ich direkt spannend. Konkret ging es um ein Banner für die Website eines byte5-Kunden, das bei einem Site-Refresh zufällig eins von mehreren festgelegten Images anzeigen sollte.

Wie mit Umbraco ein Banner gebaut wird, wusste ich dank der Fundamentals schon. Das Anzeigebild des Banners wird in den Media-Ordner gelegt und von dort aus vom Banner abgerufen. Neu war für mich, es so zu programmieren, dass das Banner bei jedem Neuladen der Site zufällig ein anderes Image aus einem festgelegten Bilderpool anzeigt.

Random Banner

So weit, so gut. Aber was tun, wenn man neu in der Web-Entwicklung ist und ahnungslos vor einer Herausforderung steht? Genau: Man googlet. Über die nächsten Stunden habe ich mir unzählige Code-Schnipsel und Videos angesehen, um herauszufinden, wie ich ein solches Banner in C# programmieren könnte. C# wird C-Sharp ausgesprochen und ist die Programmiersprache, in der Umbraco geschrieben ist.

Nach einigen Stunden einlesen und Tutorials schauen, hatte ich meinen ersten eigenen Code in C# geschrieben – ein großer Moment für mich. 😃 Jetzt musste das ganze Ding nur noch an der richtigen Stelle in Umbraco eingebunden werden... Dabei hat Sören mir zum Glück geholfen: Er hat mir gezeigt, wo in Umbraco das richtige Dokument liegt und wie ich meinen Code entsprechend der Umbraco-Konventionen einbinde. Einen Moment später war es dann soweit: Ich konnte meine Bilder in einen Media-Ordner einfügen, die dann im Frontend – also die mit dem CMS erstellte Website – beim Site-Refresh zufällig angezeigt wurden. Projekt erfolgreich abgeschlossen! 😊

Was ich an dieser Aufgabe super fand, war, dass ich mir zu Beginn eigenständig einen Lösungsweg erarbeiten musste und mir im zweiten Schritt dann Sören zur Seite stand. Das war eine gute Mischung und ich habe das Gefühl, auf diese Weise schon einiges gelernt zu haben.

Meine zweite Wochenaufgabe

Meine zweite Aufgabe der Woche baute direkt auf die erste auf: Der Unterschied war, dass die erste Lösung eine statische war, die zweite aber dynamisch werden sollte. Der Kunde wünschte sich zusätzlich ein Karussell, bei dem er selbst eine Zeitspanne festlegen kann, wie lange ein Bannerbild angezeigt wird. Außerdem sollte es möglich sein, für die Bilder im Karussell eine feste Reihenfolge einzustellen.

Mein erster Schritt war wieder Google. Ich habe zuerst im Internet nach einem Karussell gesucht und bin so auf Bootstrap gestoßen. Für alle von euch, die Bootstrap nicht kennen: Es ist ein Frontend-CSS-Framework, das verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung stellt, mit denen eine Site dynamischer gestaltet werden kann. Auf der Tutorial-Site W3Schools gibt es eine Vorlage zum Bootstrap-Karussell mit Code und Resultat. Mit dessen Hilfe habe ich das Karussell an die individuellen Vorgaben angepasst. Beim Einbinden in Umbraco hatte ich wieder Hilfe von Sören. Et voilà: Mein erstes Image-Karussell war fertig.

Meine Herausforderungen

Um meine erste Wochenaufgabe zu lösen, habe ich mich mit den Grundlagen von HTML und C# vertraut gemacht. HTML war gar nicht so schwer, C# hingegen etwas tricky. Gleichzeitig war es aber auch interessant, weil ich einen ersten Eindruck von den verschiedenen Sprachen gewinnen konnte. Bei der zweiten Aufgabe kamen dann noch CSS-Grundlagen bzw. Bootstrap hinzu. Es war eine kleine Herausforderung, zu verstehen, wie diese Sprachen grob aufgebaut sind. Ich musste mich erstmal einarbeiten, um herauszufinden, wie ich mit ihrer Hilfe meine Aufgaben lösen könnte. Jetzt habe ich schon einige Funktionen kennengelernt und kann mir so langsam vorstellen, was mit diesen Sprachen so alles möglich ist!

Patrick bei der Arbeit mit Umbraco

Mein nächstes Projekt

Für die kommende Woche ist auch schon ein neues Projekt gefunden: Ich hatte ein interessantes Gespräch mit Sören und Marcel, er ist der technische Leiter von byte5. Da ich ja noch ganz am Anfang meiner Karriere in der Web-Entwicklung stehe, haben wir uns zusammengesetzt und überlegt, wie ich meine Zeit hier bei byte5 am sinnvollsten nutzen kann. Wir kamen zu dem Schluss, dass ich erstmal eine grundlegende Programmiersprache lernen sollte. Die Wahl fiel schnell auf C#, weil es typsicher ist. Das bedeutet, dass C# eine hohe Informations- und Betriebssicherheit hat, was besonders gut für Einsteiger ist.

Auf der Online-Lernplattform Udemy haben wir dann eine passende und preisgünstige Masterclass gefunden, mit der ich ab nächster Woche die Grundlagen von C# lernen werde. So werde ich nach kurzer Zeit kleinere Projekte mit C# umsetzen können und echte Programmiererfahrungen sammeln. Das Gespräch hat mich zwar etwas eingeschüchtert, wenn ich an die vielen Herausforderungen denke, die mir noch bevorstehen. Aber es war auch konstruktiv und sehr hilfreich, weil es um Wege ging, mir sinnvolle Grundlagen für meine berufliche Zukunft anzueignen.

Durch das spontane Brainstorming ist mein Ziel für die kommenden zwei Wochen schon gesteckt: Ich werde die Grundlagen der Programmiersprache C# lernen! Ich bin jetzt schon begeistert von den Möglichkeiten, die C# bietet, und gespannt auf das, was noch auf mich zukommt.

Aber bevor ich mich in den Code stürze, ist jetzt erstmal Wochenende. Ich glaube, ich werde mich in meiner Wohnung verkrümeln und eine Serie schauen: „The Good Place“ – sehr zu empfehlen! Außerdem will ich mit einem Kumpel online zusammen zocken. 😉

Am nächsten Freitag erfahrt ihr, wie mein Einstieg mit C# geglückt ist und welche Projekte sonst noch auf mich zukamen. Bis dahin!

Euer Patrick

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